Checkliste für den Getriebewechsel: Was ist Schritt für Schritt zu tun?
Ein Getriebe zu wechseln gehört zu den anspruchsvolleren Arbeiten am Antriebsstrang eines Fahrzeugs. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein gebrauchtes Getriebe, ein generalüberholtes Austauschgetriebe oder ein neues Getriebe eingebaut wird. Entscheidend ist, dass Diagnose, Ausbau, Kontrolle und Einbau fachgerecht durchgeführt werden.
Ein Getriebewechsel besteht nicht nur daraus, das defekte Getriebe auszubauen und ein anderes einzusetzen. Zahlreiche Bauteile arbeiten direkt mit dem Schaltgetriebe zusammen und sollten während der Reparatur ebenfalls geprüft werden.
Dazu gehören unter anderem:
Kupplung
Zweimassenschwungrad
Antriebswellen
Getriebelager
Wellendichtringe
Schaltseile
Ausrücklager
Hydrauliksystem der Kupplung
Getriebeöl
Mit unserer ausführlichen Checkliste zeigen wir, worauf beim Wechsel eines Schaltgetriebes Schritt für Schritt geachtet werden sollte.
1. Zuerst prüfen: Ist wirklich das Getriebe defekt?
Bevor ein Austauschgetriebe bestellt oder das vorhandene Getriebe ausgebaut wird, sollte eine genaue Diagnose erfolgen.
Nicht jedes Geräusch und nicht jedes Schaltproblem bedeutet automatisch, dass das Schaltgetriebe selbst beschädigt ist.
Typische Symptome sind beispielsweise:
Schwierigkeiten beim Einlegen der Gänge
Kratzgeräusche beim Schalten
mahlende oder heulende Geräusche
herausspringende Gänge
Vibrationen
Ölverlust am Getriebe
ungewöhnliche Geräusche beim Beschleunigen
Probleme beim Rückwärtsgang
Solche Symptome können tatsächlich auf einen Getriebeschaden hinweisen. Sie können jedoch ebenfalls durch andere Bauteile verursacht werden.
Welche Bauteile können ähnliche Symptome verursachen?
Vor einem Getriebewechsel sollten insbesondere folgende Komponenten überprüft werden:
Kupplung
Ausrücklager
Zweimassenschwungrad
Kupplungsgeber und Kupplungsnehmer
Schaltseile oder Schaltgestänge
Motorlager
Getriebelager
Antriebswellen
Gelenke
Eine gründliche Fehlerdiagnose verhindert, dass ein Getriebe unnötig ersetzt wird.
2. Getriebekennbuchstaben prüfen
Einer der wichtigsten Punkte beim Kauf eines Austauschgetriebes ist die korrekte Getriebekennung.
Getriebe sollten nicht ausschließlich anhand von Fahrzeugmodell, Hubraum oder Baujahr bestellt werden.
Bei einem Fahrzeugmodell können abhängig von Motorisierung, Baujahr und Ausstattungsvariante unterschiedliche Getriebe verbaut sein.
Wo findet man den Getriebecode?
Je nach Fahrzeughersteller kann sich der Getriebekennbuchstabe befinden:
direkt auf dem Getriebegehäuse
auf einem Typenschild
auf einem Fahrzeugaufkleber
im Serviceheft
in der Fahrzeugdokumentation
in Herstellerdatenbanken
Bei manchen Fahrzeugen besteht der Getriebecode aus drei Buchstaben, bei anderen aus einer Kombination aus Buchstaben und Zahlen.
Vor dem Kauf eines Austauschgetriebes sollte dieser Code immer überprüft werden.
3. Altes und neues Getriebe miteinander vergleichen
Bevor das neue oder generalüberholte Getriebe eingebaut wird, sollten beide Getriebe direkt miteinander verglichen werden.
Dabei sollten unter anderem folgende Punkte kontrolliert werden:
Befestigungspunkte
Gehäuseform
Halterungen
Antriebswellenanschlüsse
Eingangswelle
Sensoren
elektrische Steckverbindungen
Schaltmechanismus
Aufnahme des Anlassers
Befestigung der Getriebelager
Kleine konstruktive Unterschiede können später erhebliche Probleme verursachen.
Deshalb sollte die Kompatibilität vor dem Einbau vollständig geklärt sein.
4. Kupplung kontrollieren
Wenn das Getriebe bereits ausgebaut ist, bietet sich eine sehr gute Gelegenheit, die Kupplung zu kontrollieren.
Besonders geprüft werden sollten:
Kupplungsscheibe
Druckplatte
Ausrücklager
Führungshülse
hydraulischer Zentralausrücker
Eine stark verschlissene Kupplung sollte nicht zusammen mit einem neuen oder generalüberholten Getriebe erneut eingebaut werden.
Warum die Kupplung beim Getriebewechsel gleich mitprüfen?
Der größte Teil der Arbeitszeit entsteht durch den Ausbau des Getriebes.
Müsste wenige Monate später die Kupplung ersetzt werden, wäre ein erneuter Ausbau notwendig.
Deshalb kann es bei hoher Laufleistung sinnvoll sein, die Kupplung direkt während des Getriebewechsels zu erneuern.
5. Zweimassenschwungrad überprüfen
Viele moderne Fahrzeuge mit Schaltgetriebe verfügen über ein Zweimassenschwungrad, kurz ZMS.
Seine Aufgabe besteht darin, Drehschwingungen des Motors zu reduzieren und dadurch den gesamten Antriebsstrang zu entlasten.
Typische Anzeichen eines verschlissenen Zweimassenschwungrads sind:
Klappern im Leerlauf
starke Vibrationen
Geräusche beim Starten
Geräusche beim Abstellen des Motors
Ruckeln beim Anfahren
Wird ein generalüberholtes Getriebe zusammen mit einem defekten Zweimassenschwungrad eingebaut, können weiterhin Geräusche und Vibrationen auftreten.
Deshalb sollte das ZMS beim Getriebeaustausch immer kontrolliert werden.
6. Kurbelwellendichtring prüfen
Nach dem Ausbau des Getriebes ist die Rückseite des Motors gut zugänglich.
Dabei sollte überprüft werden, ob im Bereich der Kurbelwelle Öl austritt.
Ein undichter Kurbelwellendichtring kann dazu führen, dass Motoröl auf Kupplungsscheibe und Schwungrad gelangt.
Mögliche Folgen sind:
rutschende Kupplung
schlechter Kraftschluss
Verunreinigungen im Kupplungsgehäuse
Wenn bereits deutliche Ölspuren vorhanden sind, sollte die Undichtigkeit vor dem Einbau des Getriebes beseitigt werden.
7. Getriebe-Simmerringe kontrollieren
Auch die Wellendichtringe des Getriebes sollten vor der Montage überprüft werden.
Besonders wichtig sind die Dichtungen im Bereich der Antriebswellen.
Ein undichter Simmerring kann zu einem langsamen Verlust von Getriebeöl führen.
Sinkt der Ölstand zu weit ab, können unter anderem folgende Schäden entstehen:
beschädigte Lager
verschlissene Synchronringe
überhitzte Zahnräder
Schäden an Wellen
kompletter Getriebeschaden
Deshalb sollten beschädigte oder sichtbar verschlissene Dichtungen rechtzeitig ersetzt werden.
8. Antriebswellen und Gelenke prüfen
Beim Ausbau eines Frontantriebsgetriebes müssen in der Regel die Antriebswellen gelöst werden.
Dieser Arbeitsschritt bietet die Gelegenheit, ihren Zustand ebenfalls zu kontrollieren.
Geprüft werden sollten:
Gelenke
Manschetten
Verzahnungen
Spiel
Fettverlust
Beschädigungen
Defekte Antriebswellengelenke können Geräusche und Vibrationen verursachen, die anschließend fälschlicherweise dem neuen Getriebe zugeschrieben werden.
9. Motor- und Getriebelager überprüfen
Motor und Getriebe sind über spezielle Lager mit der Karosserie verbunden.
Diese Lager absorbieren Bewegungen und Schwingungen des Antriebs.
Verschlissene Getriebe- oder Motorlager können folgende Symptome verursachen:
starke Vibrationen
Schläge beim Lastwechsel
Bewegung des Schalthebels
Ruckeln beim Anfahren
ungewöhnliche Geräusche
Während das Getriebe ausgebaut ist, können diese Bauteile besonders gut kontrolliert werden.
10. Schaltseile und Schaltmechanismus kontrollieren
Schaltprobleme können auch außerhalb des Getriebes entstehen.
Mögliche Ursachen sind:
verschlissene Schaltseile
ausgeschlagene Buchsen
beschädigte Kugelgelenke
falsch eingestellter Schaltmechanismus
verschlissene Schaltgestänge
Nach dem Einbau eines Austauschgetriebes muss der Schaltmechanismus gegebenenfalls entsprechend den Herstellervorgaben eingestellt werden.
Eine falsche Einstellung kann dazu führen, dass einzelne Gänge nur schwer eingelegt werden können.
11. Kupplung fachgerecht zentrieren
Beim Einbau einer neuen Kupplung muss die Kupplungsscheibe korrekt zentriert werden.
Ist die Scheibe nicht genau ausgerichtet, kann die Eingangswelle des Getriebes nicht korrekt eingeführt werden.
Das Getriebe sollte niemals mit Gewalt an den Motor gezogen werden.
Insbesondere sollte nicht versucht werden, ein schlecht sitzendes Getriebe mithilfe der Befestigungsschrauben an den Motor heranzuziehen.
Dadurch können:
Getriebegehäuse beschädigt werden
Gewinde zerstört werden
Kupplungsbauteile beschädigt werden
die Eingangswelle belastet werden
Das Getriebe muss sich korrekt positionieren lassen.
12. Vorgeschriebene Anzugsdrehmomente verwenden
Beim Einbau des Getriebes sollten alle Schrauben mit den vom Hersteller vorgesehenen Anzugsdrehmomenten montiert werden.
Das gilt unter anderem für:
Getriebeschrauben
Motor-Getriebe-Verbindung
Getriebehalter
Antriebswellen
Kupplung
Schwungrad
Zu locker angezogene Schrauben können sich lösen.
Zu stark angezogene Schrauben können dagegen Gewinde, Halterungen oder sogar das Getriebegehäuse beschädigen.
13. Richtiges Getriebeöl verwenden
Das korrekte Getriebeöl ist entscheidend für die Lebensdauer eines Schaltgetriebes.
Dabei sollte nicht nur auf die Viskosität geachtet werden.
Entscheidend sind:
Herstellerspezifikation
Freigabe
Viskosität
Additivierung
erforderliche Ölmenge
Je nach Getriebekonstruktion können bestimmte Öle für Synchronringe und andere Bauteile ungeeignet sein.
Deshalb sollte immer das vom Fahrzeug- oder Getriebehersteller vorgeschriebene Öl verwendet werden.
14. Richtige Ölmenge einfüllen
Zu wenig Getriebeöl gehört zu den gefährlichsten Fehlern nach einem Getriebewechsel.
Eine unzureichende Schmierung kann innerhalb kurzer Zeit schwere Schäden verursachen.
Dazu zählen:
Lagerüberhitzung
erhöhter Verschleiß
beschädigte Synchronisation
Zahnräderverschleiß
Geräuschentwicklung
Aber auch zu viel Öl ist nicht grundsätzlich besser.
Deshalb sollte die vorgeschriebene Füllmenge beziehungsweise der korrekte Ölstand eingehalten werden.
15. Hydraulische Kupplung entlüften
Wurde beim Ausbau des Getriebes der hydraulische Kupplungskreis geöffnet, muss das System nach der Montage entlüftet werden.
Luft im System kann dazu führen, dass die Kupplung nicht vollständig trennt.
Typische Symptome sind:
weiches Kupplungspedal
schlechter Druckpunkt
schwer einlegbare Gänge
Kratzgeräusche beim Schalten
Nach dem Entlüften sollte die Funktion des Kupplungspedals überprüft werden.
16. Elektrische Steckverbindungen prüfen
Auch ein klassisches manuelles Schaltgetriebe besitzt häufig elektrische Anschlüsse.
Dazu können gehören:
Rückfahrlichtschalter
Geschwindigkeitssensor
weitere Fahrzeugsensoren
Alle Steckverbindungen sollten nach dem Einbau korrekt angeschlossen und gegen unbeabsichtigtes Lösen gesichert sein.
17. Vor der Probefahrt Funktion im Stand prüfen
Bevor das Fahrzeug zur Probefahrt bewegt wird, sollte zunächst eine Funktionsprüfung im Stand stattfinden.
Dabei sollte kontrolliert werden:
keine sichtbaren Ölverluste
keine ungewöhnlichen Geräusche
korrekte Kupplungsfunktion
alle Gänge lassen sich einlegen
Rückwärtsgang funktioniert
keine auffälligen Vibrationen
Das Fahrzeug kann einige Minuten im Stand laufen.
Danach sollte der Bereich um das Getriebe erneut auf Undichtigkeiten überprüft werden.
18. Vorsichtige Probefahrt durchführen
Die erste Fahrt nach dem Getriebewechsel sollte ruhig und kontrolliert erfolgen.
Dabei sollten sämtliche Gänge getestet werden.
Achten Sie besonders auf:
leichtgängige Gangwechsel
Geräusche beim Beschleunigen
Geräusche im Schubbetrieb
Vibrationen
Kupplungsverhalten
herausspringende Gänge
Geräusche bei bestimmten Drehzahlen
Eine kurze Probefahrt kann bereits zahlreiche Montage- oder Einstellungsprobleme erkennen lassen.
19. Nach der Probefahrt auf Undichtigkeiten prüfen
Nach der Testfahrt sollte das Fahrzeug erneut kontrolliert werden.
Besonders wichtig sind:
Antriebswellendichtungen
Ablassschraube
Einfüllschraube
Gehäuseverbindungen
Bereich zwischen Motor und Getriebe
Frisches Getriebeöl lässt sich häufig relativ gut erkennen.
Selbst kleinere Undichtigkeiten sollten nicht ignoriert werden.
20. Nach einigen hundert Kilometern erneut kontrollieren
Nach dem Austausch eines Getriebes empfiehlt sich eine Nachkontrolle.
Dabei sollten folgende Punkte überprüft werden:
Undichtigkeiten
ungewöhnliche Geräusche
Schaltverhalten
Getriebelager
Ölstand, sofern kontrollierbar
Eine frühzeitige Kontrolle kann helfen, kleine Probleme zu erkennen, bevor daraus größere Schäden entstehen.
Checkliste Getriebe wechseln
Vor Abschluss der Arbeiten kann folgende Checkliste verwendet werden:
Getriebekennbuchstaben überprüft
Austauschgetriebe mit dem alten Getriebe verglichen
Kupplung geprüft
Zweimassenschwungrad geprüft
Kurbelwellendichtring kontrolliert
Getriebedichtungen kontrolliert
Antriebswellen geprüft
Gelenke kontrolliert
Motorlager geprüft
Getriebelager geprüft
Schaltseile kontrolliert
Kupplung korrekt zentriert
Schrauben mit korrektem Drehmoment angezogen
vorgeschriebenes Getriebeöl verwendet
richtige Ölmenge eingefüllt
Kupplungssystem entlüftet
elektrische Anschlüsse kontrolliert
Funktion im Stand geprüft
Probefahrt durchgeführt
Dichtheitskontrolle durchgeführt
Häufige Fehler beim Getriebewechsel
Viele Schäden nach einem Getriebeaustausch entstehen nicht unmittelbar durch das Austauschgetriebe, sondern durch Fehler während der Montage.
Zu den häufigsten Problemen gehören:
Falsches Getriebe eingebaut
Eine ähnliche Gehäuseform bedeutet nicht automatisch, dass zwei Getriebe vollständig kompatibel sind.
Unterschiedliche Getriebecodes können andere Übersetzungen oder konstruktive Unterschiede besitzen.
Falsches Getriebeöl verwendet
Auch wenn zwei Öle die gleiche Viskositätsangabe besitzen, müssen sie nicht für dasselbe Getriebe geeignet sein.
Zu wenig Getriebeöl eingefüllt
Eine unzureichende Schmierung kann innerhalb kurzer Zeit erhebliche Schäden verursachen.
Verschlissene Kupplung wieder eingebaut
Eine stark verschlissene Kupplung kann die Funktion eines ansonsten einwandfreien Austauschgetriebes beeinträchtigen.
Schaltseile nicht eingestellt
Ein falsch eingestellter Schaltmechanismus kann das Einlegen einzelner Gänge erschweren.
Defekte Getriebelager nicht ersetzt
Verschlissene Lager können Vibrationen und Geräusche verursachen, obwohl das Getriebe technisch in Ordnung ist.
Generalüberholtes Getriebe oder gebrauchtes Getriebe?
Bei einem Getriebeschaden gibt es grundsätzlich mehrere Möglichkeiten.
Dazu zählen:
vorhandenes Getriebe reparieren
gebrauchtes Getriebe kaufen
generalüberholtes Getriebe kaufen
neues Getriebe kaufen
Gebrauchtes Getriebe
Ein gebrauchtes Getriebe kann zunächst günstiger sein.
Allerdings lässt sich häufig nur schwer feststellen:
wie hoch die tatsächliche Laufleistung ist
wie das Fahrzeug zuvor gefahren wurde
ob bereits Geräusche vorhanden waren
welchen Zustand Lager und Synchronringe besitzen
Generalüberholtes Getriebe
Bei einer professionellen Getriebeinstandsetzung wird das Getriebe vollständig zerlegt und geprüft.
Abhängig vom Zustand können dabei beispielsweise ersetzt werden:
Lager
Synchronringe
Dichtungen
Wellendichtringe
beschädigte Zahnräder
weitere Verschleißteile
Anschließend wird das Getriebe wieder montiert und überprüft.
Ein generalüberholtes Austauschgetriebe kann deshalb eine interessante Alternative zu einem teuren Neuteil darstellen.
Welche Informationen werden für die Auswahl eines Austauschgetriebes benötigt?
Für eine möglichst genaue Zuordnung sollten vor dem Kauf mehrere Fahrzeugdaten bekannt sein.
Hilfreich sind:
Fahrzeughersteller
Modell
Baujahr
Motorisierung
Kraftstoffart
Leistung
Getriebekennbuchstabe
Fahrgestellnummer
Besonders wichtig ist die Getriebekennung.
Mit ihr lässt sich wesentlich zuverlässiger prüfen, ob das angebotene Schaltgetriebe tatsächlich zum Fahrzeug passt.
Was sollte man nach einem Getriebewechsel beachten?
Nach dem Einbau eines Austauschgetriebes sollte das Fahrverhalten in den ersten Kilometern aufmerksam beobachtet werden.
Neue ungewöhnliche Geräusche, Ölverlust oder zunehmende Probleme beim Schalten sollten möglichst früh überprüft werden.
Bei einem frisch instandgesetzten Getriebe ist außerdem zu beachten, dass sich verschiedene Bauteile zunächst aufeinander einlaufen können.
Aggressive Schaltvorgänge und unnötig hohe Belastungen unmittelbar nach dem Einbau sind daher nicht empfehlenswert.
Wann sollte ein Schaltgetriebe repariert oder ersetzt werden?
Nicht jeder Getriebeschaden macht einen kompletten Austausch erforderlich.
Abhängig von der Ursache kann eine Instandsetzung möglich sein.
Typische Schäden innerhalb eines Schaltgetriebes betreffen beispielsweise:
Lager
Synchronringe
Schaltmuffen
Zahnräder
Differential
Dichtungen
Wellen
Ob eine Reparatur wirtschaftlich sinnvoll ist, hängt vom jeweiligen Getriebe, dem Schaden und den verfügbaren Ersatzteilen ab.
Bei starken Beschädigungen kann ein bereits generalüberholtes Austauschgetriebe eine schnellere Alternative darstellen.
Fazit: Beim Getriebewechsel entscheidet die Vorbereitung
Ein Getriebe zu wechseln bedeutet deutlich mehr als lediglich ein defektes Schaltgetriebe auszubauen und ein Ersatzgetriebe einzusetzen.
Eine fachgerechte Montage beginnt bereits mit der Diagnose und der Prüfung des richtigen Getriebecodes.
Besonders wichtig sind außerdem die Kontrolle von Kupplung, Zweimassenschwungrad, Dichtungen, Antriebswellen und Getriebelagern.
Ebenso entscheidend sind das richtige Getriebeöl und die korrekte Ölmenge.
Wer diese Punkte berücksichtigt und nach dem Einbau eine sorgfältige Funktions- und Dichtheitskontrolle durchführt, schafft gute Voraussetzungen dafür, dass das Austauschgetriebe zuverlässig und langfristig funktioniert.

